MDF

Unter MDF versteht man in der Möbelherstellung so genannte Rohplatten, bei denen es sich um beschichtete Faserplatten in verschiedener Stärke handelt. Diese Faserplatten werden dann unter anderem für Rückwände oder auch als Füllstoffe verwendet. Hin und wieder kommen sie auch in Fronten vor. Somit können – theoretisch - ganze Möbelserien aus MDF gefertigt werden, wobei die jeweiligen Füllstoffe zu Platten gepresst nicht nur für die Herstellung von Schranksystemen und Schränken genutzt werden, sondern auch als Abdeckplatten oder sogar Tischplatten Verwendung finden. Darüber hinaus werden diese Füllstoffe auch zur Herstellung und Ausformung so genannter Profilverzierungen verwendet, wie sie dann bei Küchenfronten verbaut werden. Ein weiterer Vorteil dieser Platten aus MDF besteht in einer sehr hohen Zug- und Biegefestigkeit. Darüber hinaus können sie mit den unterschiedlichsten Farben und sogar Lacken behandelt werden, wodurch dann sehr glatte und saubere Kanten entstehen, die eben auch sehr gut profilierbar sind. Ein großer Vorteil der MDF-Platten besteht aber auch darin, dass sie hygroskopisch sind und somit bei einem Kontakt mit Wasser oder sonstiger Feuchtigkeit nicht aufquellen. Somit sind sie oder auch generell der Füllstoff MDF – in welcher Form auch immer – optimal zur Herstellung von Möbeln für Küchen und Badezimmer geeignet. Grundsätzlich handelt es sich also um einen Holzwerkstoff, der entweder als direktes Füllmaterial oder – in der Häufigkeit – als gepresste Platte verwendet wird, wobei aber berücksichtigt werden sollte, das hier verschiedene Zusatzstoffe zum Einsatz kommen können. So besitzen diese Platten meist einen relativ hohen Leimanteil und werden mit Fungiziden und Insektiziden behandelt, um die Platten beispielsweise vor Pilzbefall zu schützen.